Glossar

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Die Abschreibung ist eine planmäßige Zuordnung des abschreibbaren Betrags eines Vermögenswertes entsprechend seiner Nutzungsdauer zu einer Rechnungsperiode. Die Ermittlung des abschreibbaren Betrages soll auf einer systematischen Basis erfolgen. Die einmal gewählte Abschreibungsmethode ist beizubehalten.

Ein aktiver Markt kann nur dann existieren, wenn die gehandelten Objekte gleichwertig sind, wenn gewillte Käufer und Verkäufer zu jeder Zeit eine Vereinbarung auf Basis gleichwertiger Informationen treffen können, und wenn die gehandelten Preise öffentlich zugänglich sind.

Ein aktives Finanzinstrument (finanzieller Vermögenswert) ist jeder Vermögenswert, der durch ein vertragliches Recht Geldmittel liefert oder das zum Erhalt von Geldmitteln bzw. anderen aktiven Finanzinstrumenten berechtigt sowie liquide Mittel oder ein Eigenkapitalinstrument einer anderen Einheit.

Programm zur Altersversorgung mit definierten Leistungen: Die rechnungslegende Einheit verpflichtet sich, bestimmte definierte Leistungen/Zuwendungen zu einem späteren Zeitpunkt zu gewähren. Das Risiko liegt bei der rechnungslegenden Einheit.

In der Ergebnisrechnung wird der Anlegeranteil als Resultat der operativen Tätigkeit der Beteiligung, soweit er auf die rechnungslegende Einheit entfällt, dargestellt. Das heißt, dass das operative Ergebnis der Beteiligung das erwirtschaftete Ergebnis der Abrechnungsperiode widerspiegelt.

Eine Anleihe ist ein verzinsliches Wertpapier zur mittel- und langfristigen Finanzierung. Der Emittent erfasst Anleihen als Finanzverbindlichkeit. Der Käufer erwirbt ein Recht auf laufende Zinszahlungen und eine Auszahlung des Nominalwertes am Ende der Laufzeit. Anleihen sind handelbar. 

Unter Ansatz versteht man die Erfassung eines Vermögenswertes, einer Schuld, von Aufwand oder von Ertrag in der betreffenden Abrechnungsperiode.

Unter Anschaffungskosten versteht man alle Kosten des Erwerbs wie Anschaffungspreise inklusive Einfuhrzölle, Transportkosten, Abwicklungskosten sowie nicht erstattungsfähige Umsatzsteuern und die direkt zuordenbaren Kosten wie Rabatte, Skonti und möglicherweise Fremd-währungsdifferenzen.

Die anteiligen Eigenmittel stellen eine besondere Bewertungsmethode dar. Bei der erstmaligen Erfassung der Beteiligung an einem Tochterunternehmen wird diese zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Mit der Veränderung der Eigenmittel im Tochterunternehmen (z.B. durch das kumulierte Jahresergebnis oder die Veränderung von Rücklagen) ändert sich auch der Anteil des Mutterunternehmens an den Eigenmitteln dieses Tochterunternehmens. Daher erfolgt eine Anpassung des Beteiligungswertes in jener Höhe, in der sich die anteiligen Eigenmittel geändert haben.

Das Anwartschaftsbarwertverfahren ist ein versicherungsmathematisches Verfahren, bei dem Ansprüche auf Zahlungen, die (weit) in der Zukunft liegen, zunächst auf die Zeit, in der diese Ansprüche erworben werden, linear verteilt werden und dann der bereits erworbene Anspruch auf einen Stichtag abgezinst wird. Die Höhe der zukünftigen Ansprüche wird mittels versicherungs-mathematischer Größen (statistische Lebenserwartung, Fluktuations-abschläge, Inflationsannahmen,...) und personen-bezogenen Daten (Geburtsjahr, Eintritts-datum, Bezugshöhe,...) ermittelt.

Unternehmen, die zu 20 bis einschließlich 50% im Eigentum der Einheit stehen, werden als assoziierte Unternehmen ausgewiesen.  Das Tochterunternehmen gilt auch dann als assoziiertes Unternehmen, wenn die Muttereinheit zwar nicht die Eigentumsanteile hält, jedoch die Einheit einen maßgeblichen Einfluss auf das Tochterunternehmen ausübt.

Der Aufwand entspricht dem wirtschaftlichen Verbrauch in der Abrechnungsperiode in Form von Abflüssen oder dem Verbrauch an Vermögen oder der Übernahme von Schulden.

Eine Ausbuchung führt zu einem Nicht-Ausweis eines zuvor erfassten Finanzinstrumentes in der Vermögensrechnung. Siehe hierzu auch uneinbringlichen Forderungen.

Unter Ausgaben versteht man die in der Abrechnungsperiode geleisteten Zahlungen.

Unter Ausweis versteht man die Antwort auf die Frage, unter welcher Position ein erfasster und bewerteter Geschäftsfall in die Rechnungslegung eingeht.

 

 

Der Barwert ist jener Wert, der sich aus den abgezinsten kumulierten Mindestzahlungen ergibt. Als Zinssatz ist, soweit nicht im Einzelfall anders vorgeschrieben, jener zu verwenden, der dem Zinssatz vor Ertragsteuer bemessen an der von der Österreichischen Nationalbank letztveröffentlichten Sekundärmarktrendite der österreichischen Bundesanleihen entspricht.

Der Barwert von Leasingvereinbarungen ist jener Wert, der sich aus den abgezinsten kumulierten Mindestzahlungen und dem abgezinsten garantierten Restwert bzw. Veräußerungswert ergibt. Als Zinssatz ist jener zu verwenden, welcher der jeweiligen Leasingvereinbarung zu Grunde liegt. 

Eine Bedingung bei einer Transaktion ohne Leistungsaustausch legt fest, dass der enthaltene wirtschaftliche Nutzen im erforderlichen Maß eingesetzt bzw. verbraucht werden muss, oder dieser geht wieder an den Sender der Transaktion zurück.

Ein belastender Vertrag ist ein verlustbringender Vertrag, der zum Austausch von Vermögenswerten oder Dienstleistungen abgeschlossen wurde, bei dem der unvermeidliche Aufwand, der aus der zu erfüllenden Verpflichtung entsteht, den durch  diesen Vertrag erzielbaren wirtschaftlichen Nutzen übersteigt.

Unter Bewertung versteht man die Zuordnung eines Wertes zu einem Geschäftsfall. Dies kann der Wert einer Ertrags-, Aufwands, Vermögens- oder Schuldenposition sein.

Bilanzierungsfähigkeit und damit gleichzeitig Bilanzierungspflicht ist dann gegeben, wenn es wahrscheinlich ist, dass ein mit der Position in der Vermögensrechnung verknüpfter, künftiger, wirtschaftlicher Nutzen der Einheit zufließen oder von ihr abfließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder der Wert der Position zuverlässig ermittelt werden können. Gebietskörperschaften aktivieren auch solche Vermögenswerte, welche einen Nutzen der Öffentlichkeit gegenüber aufweisen.

Bis zur Endfälligkeit gehaltenene Finanzinstrumente sind nicht derivative, finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, bei denen die Einheit beabsichtigt und die Fähigkeit hat, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. 

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Wert, der im Inland geschaffenen Endprodukte und Enddienstleistungen.

Unter dem Budgetdefizit (-überschuss) versteht man den Unterschied zwischen dem Aufwand und Ertrag der Ergebnisrechnung. Dieses Defizit (Überschuss) wird auch administratives Defizit (Überschuss) genannt. Davon zu unterscheiden ist der Finanzierungssaldo, das so genannte Maastricht-Defizit.

 

 

Ein Darlehen ist ein schuldrechtlicher Vertrag, der nur durch die tatsächliche Übergabe einer Sache – in der Regel Geldmittel – an den Darlehensnehmer gültig wird.

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag mit allen der drei folgenden Eigenschaften:

  1. der Wert ändert sich in Folge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen,
  2. es erfordert keine Anschaffungs-auszahlungen oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist und
  3. es wird zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt.

Dienststellen sind organisatorische Einheiten, die mit finanziellen und personellen Ressourcen ausgestattet sind, um bestimmte Leistungen zu erbringen und bestimmte Wirkungsziele zu erreichen.

Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller Schulden begründet. Nach IPSAS muss ein Eigenkapitalinstrument folgende beiden Bedingungen erfüllen: 

  1. Das Eigenkapitalinstrument beinhaltet keine vertragliche Verpflichtung der Einheit, Geldmittel oder andere aktive Finanzinstrumente an eine andere Einheit zu liefern, oder aktive Finanzinstrumente oder passive Finanzinstrumente zu potentiell unvorteilhaften Bedingungen für die Einheit (Emittenten) einzutauschen.
  2. Bei einem  Eigenkapitalinstrument muss es sich um ein nicht-derivatives Finanzinstrument handeln, das keine vertragliche Verpflichtung für den Emittenten des Finanzinstruments über die Lieferung einer variablen Anzahl von eigenen Eigenkapitalinstrumenten beinhaltet, oder um ein derivatives Finanzinstrument handeln, das den Umtausch von eigenen Eigenkapitalinstrumenten in einen fixen Betrag in Form von Geldmitteln oder anderen aktiven Finanzinstrumenten ermöglicht und die Transaktion nur von der Einheit (Emittenten des Finanzinstrumentes) auszulösen ist.

Unter eingebrachtem Eigentümerkapital versteht man zukünftigen Zufluss von wirtschaftlichem Nutzen, der nicht von der Einheit selbst eingebracht wurde. Dies wird nicht den Schulden, sondern den Eigenmitteln zugerechnet.

Eine Einschränkung bei einer Transaktion ohne Leistungsaustausch kann die Verwendung des wirtschaftlichen Nutzens einschränken bzw. beeinflussen, aber sie führt zu keiner Rückführung der Transaktion.

Eine Einzelwertberichtigung wird für zweifelhafte Forderungen erfasst, wenn deren gänzliche oder teilweise Einbringlichkeit ungewiss oder unmöglich ist.

Entgelte sind jene Werte, die während der wirtschaftlichen Nutzungsdauer Nutzen für die Einheit aus dem Vermögenswert generieren.  Ein Entgelt kann auch einen nach der Nutzungsdauer übrig gebliebenen Veräußerungswert bzw. Restbuchwert darstellen.

Ein Ereignis mit Anpassungscharakter ist ein Geschehnis, welches am Rechnungsabschlussstichtag schon existiert aber erst zwischen dem Rechnungsabschlussstichtag und dem Tag der Genehmigung zur Veröffentlichung des Rechnungsabschlusses bekannt wird.

Unter Ereignissen nach dem Rechnungsabschlussstichtag versteht man sowohl vorteilhafte als auch unvorteilhafte Geschehnisse, die man zwischen dem Rechnungsabschlussstichtag und dem Tag der Genehmigung zur  Veröffentlichung des Rechnungsabschlusses einordnen kann. Dabei ist zu unterscheiden, ob diese bereits zum Rechnungsabschlussstichtag existiert haben (Ereignis mit Anpassungscharakter) oder ob es Hinweise auf ein Eintreten der Geschehnisse nach dem Rechnungs-abschlussstichtag gibt (Ereignisse ohne Anpassungscharakter).

Ein Ereignis ohne Anpassungscharakter ist ein Geschehnis, das erst nach dem Rechnungsabschlussstichtag eintritt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem fair value abzüglich der Verkaufskosten und dem Gebrauchswert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit.

Eine Eventualforderung ist  ein möglich zufließender Vermögenswert, der aus vergangenen Ereignissen resultiert und dessen Existenz durch Eintreten oder Nicht-Eintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht unter Kontrolle der Einheit stehen, erst noch bestätigt werden muss.

Eventualverbindlichkeiten (contingent liability) sind mögliche, bereits eingegangene Verpflichtungen, deren Eintreten oder Nicht-Eintreten erst durch nicht mehr beeinflussbare Faktoren bestimmt wird oder bestehende Verpflichtungen, für die keine Rückstellung gebildet wurde, weil: der Abfluss von wirtschaftlichen Nutzen (zB. Liquide Mittel) nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Rückstellung nicht verlässlich ermittelt werden kann. 

 

 

Der fair value ist der beizulegende Zeitwert, zu dem ein Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Einheiten getauscht oder eine Verpflichtung beglichen werden kann. Der fair value wird ermittelt aus:

  •      dem Preis einer bestehenden, bindenden Vereinbarung oder sofern diese nicht vorliegt,
  •      dem gegenwärtigen Angebotspreis, wenn der Vermögenswert in einem aktiven  Markt gehandelt wird oder sofern dies nicht zutrifft,
  •      dem Preis der letzten Transaktion, sofern die Umstände, unter denen die Transaktion stattgefunden hat sich nicht wesentlich geändert haben oder sofern dies unmöglich  ist,
  •      dem Wert der sich aus einer bestmöglichen Schätzung ergibt.

Fehler früherer Perioden sind unterlassene oder fehlerhaft dargestellte Sachverhalte in den Rechnungsabschlüssen einer oder mehrerer vergangener Abrechnungsperioden aufgrund unterlassener oder fehlerhafter Heranziehung verlässlicher Informationen, welche zum Zeitpunkt der Genehmigung zur Veröffentlichung der Rechnungsabschlüsse zur Verfügung standen und von denen vernünftigerweise erwartet werden konnte, dass sie zur Vorbereitung und Veröffentlichung erhoben und herangezogen wurden.

Eine finanzielle Verbindlichkeit (passives Finanzinstrument) ist eine vertragliche Schuld, die eine Einheit verpflichtet, liquide Mittel oder andere Vermögenswerte einer anderen Einheit abzugeben oder finanzielle Verbindlichkeiten mit einer anderen Einheit zu potenziell nachteiligen Bedingungen auszutauschen.

Ein aktives Finanzinstrument (finanzieller Vermögenswert) ist jeder Vermögenswert, der durch ein vertragliches Recht Geldmittel liefert oder das zum Erhalt von Geldmitteln bzw. anderen aktiven Finanzinstrumenten berechtigt sowie liquide Mittel oder ein Eigenkapitalinstrument einer anderen Einheit.

Beim Finanzierungsleasing liegen die wesentlichen Ertrags-/ Gewinnchancen und Risiken beim Leasingnehmer.

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einer Einheit zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einer anderen Einheit zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Eine Forderung ist ein vertragliches Recht, liquide Mittel oder andere Vermögenswerte zu erhalten.

Unter fortgeschriebenen Anschaffungskosten wird jener Betrag verstanden, der sich durch Abzug der Abschreibungsbeträge und Wertminderungen von den Anschaffungskosten ergibt.

Sind bei Vorliegen eines Derivates die Voraussetzungen für ein Sicherungsgeschäft nicht erfüllt, handelt es sich um ein Freies Derivat.

Fremdkapitalkosten können in Form von Zinsen oder anderem Aufwand entstehen und werden in Verbindung mit einer Aufnahme von Schulden erfasst.  

Ein Future ist ein börsengehandeltes, verpflichtendes  Termingeschäft. Bei Vertragsabschluss steht die standardisierte Menge des Basiswerts (genau definierter Vertragsgegenstand), Menge und Qualität, Fälligkeitszeitpunkt sowie ein festgelegter Preis bereits fest. 

 

Der Gebrauchswert eines zahlungs-stromgenerierenden Vermögenswertes wird aus dem Barwert der künftigen Zahlungsströme abgeleitet.

Der Gebrauchswert eines nicht zahlungs-stromgenerierenden Vermögenswertes bemisst sich aus dem Barwert der künftigen Nutzungsmöglichkeiten, welche nach den abgeschriebenen  Wiederbeschaf-fungskosten geschätzt werden. Dabei sind erforderliche Instandsetzungskosten wertmindernd zu berücksichtigen.

Geldäquivalente sind Positionen auf der kurzfristigen Vermögensseite, bei denen der Wert  seiner Höhe nach bekannt ist und folglich auch kein Risiko in dessen Veränderung mehr besteht.

Geleistete Anzahlungen entstehen, wenn Zahlungen unter Bedingungen geleistet werden, deren Nichteinhaltung zur Rückzahlung verpflichtet.

Eine gemeinschaftliche Kontrolle liegt vor, wenn mittels eines formellen Vertrages zwischen zumindest zwei Mitunternehmern die gemeinsame Nutzung und Kontrolle einer Tätigkeit vereinbart wurde.

Eine gesetzliche oder vertragliche Schuld wird kraft eines Gesetzes oder aus expliziten oder impliziten Vertragsbedingungen abgeleitet.

Getreue Darstellung der finanziellen Lage: Der Rechnungsabschluss hat dem Prinzip der möglichst getreuen Darstellung der finanziellen Lage der Einheit zu entsprechen.

Gewerblich öffentliche Einrichtungen sind durch Bund, Land oder Gemeinde kontrollierte Einrichtungen, welche Güter und Dienstleistungen am Markt bereitstellen.

Globalbudgets umfassen organorientiert Ressourcen für eine abgrenzbare Gruppe von Aktivitäten, für welche es angemessen und sinnvoll erscheint, Informationen bereitzustellen, Leistungs- und Wirkungsziele zu formulieren und eine fixe (zB. nur mit Beschluss des Parlaments abänderbare) Obergrenze zu definieren.

Ein Grundgeschäft ist ein Vermögenswert, eine Schuld, eine feste Verpflichtung, eine vorgesehene künftige Transaktion oder eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbereich, durch die die Einheit einem Risiko von Änderungen des fair value oder künftiger Cashflows ausgesetzt ist und das als gesichert designiert wird.

Grundlegende Fehler können Fehler aus dem Ansatz, der Bewertung oder dem Ausweis einer Position sein.

Der Grundsatz der Periodenabgrenzung ist als allgemeines Abgrenzungskonzept zu verstehen, unter das alle Rechnungslegungsprinzipien mit abgrenzender Wirkung zu subsumieren sind.

Dazu gehören die folgenden 3 Teilkonzepte:

  1.      das Realisationsprinzip für Erträge,
  2.      der Grundsatz der sachlichen Abgrenzung für Aufwendungen und
  3.      die Ansätze zur Verteilung zeitraumbezogener Aufwendungen und Erträge.

Der Grundsatz der sachlichen Abgrenzung regelt den Ansatz der Herstellungskosten sowie die Bildung von Rückstellungen.

Herstellungsaufwand liegt vor, wenn durch die Aufwendungen der Vermögenswert in seiner Substanz vermehrt, in seinem Wesen verändert oder, von den üblichen Modernisierungen abgesehen, über seinen Zustand hinaus erheblich verbessert wird, ferner wenn die Nutzungsdauer wesentlich verlängert wird. 

 

Immaterielle Vermögenswerte sind identifizierbare, nicht monetäre Vermögenswerte ohne physische Substanz.

Die Einheit hat in geeigneten Abständen einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Dieser sogenannte Impairment Test ist für Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und für sonstige Beteiligungen durchzuführen, wenn diese zu (fortgeschriebenen) Anschaffungskosten bewertet werden.

Instandhaltungsaufwand liegt vor, soweit Maßnahmen nur der Wiederherstellung der ursprünglichen Nutzungsmöglichkeit dienen, ohne eine Erweiterung oder wesentliche Verbesserung darzustellen.

Investitionstätigkeiten sind Übernahmen oder Veräußerungen von langfristigen Vermögenswerten. Weiters entsprechen Investments, die nicht als Geldäquivalent eingestuft werden, der Investitionstätigkeit.

Investitionszuschüsse sind erhaltene Kapitaltransfers, die für eine bestimmte Investition zweckgebunden gewährt wurden.

IPSAS (International Public Sector Accounting Standards) sind ein internationales Regelwerk für Budget und Rechnungsabschlüsse öffentlicher Einheiten. IPSAS orientieren sich an IAS (International Accounting Standards) bzw. IFRS (International Financial Reporting Standards), jedoch werden besondere Bedürfnisse öffentlicher Einheiten und Aufgaben berücksichtigt und entsprechende Ergänzungen und Anpassungen gegenüber IAS bzw. IFRS vorgenommen. 

Ein Joint Venture ist ein Gemeinschaftsunternehmen, das auf einem verbindlichen Übereinkommen von zumindest zwei Mitunternehmern beruht. Die Mitunternehmer verpflichten sich vertraglich, eine Tätigkeit unter gemeinschaftlicher Kontrolle auszuüben.

Der konsolidierte Abschluss stellt die in einer Wirtschaftseinheit zusammengefassten Einheiten so dar, als ob die Wirtschaftseinheit eine einzelne Einheit wäre.

Die  Kontrolle über ein Tochterunternehmen ist dann gegeben, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanzpolitik und die operativen Tätigkeiten des Tochterunternehmens zu bestimmen. Dabei kann die Einheit auch selbst Nutzen aus dem kontrollierten Unternehmen ziehen.

Der Kredit ist eine vertragliche Vereinbarung, einen bestimmten Wert leihweise für eine bestimmte Dauer sowie zu vereinbarten Bedingungen zu überlassen. 

Das Kreditrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner eines Finanzinstruments dem anderen einen finanziellen Verlust dadurch verursacht, dass er einer Verpflichtung nicht nachkommt.

Ein Kulturgut ist ein Vermögenswert, wenn er zum einen kulturelle, historische, künstlerische, wissenschaftliche, technologische, geophysikalische oder  umweltpolitische bzw. ökologische Qualität besitzt, und zum anderen eine Einheit diese Qualität zum Wohle des Wissens und der Kultur erhält.

 

Ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen beeinflussen öffentliche Haushalte langfristig und sind bis zu einem gewissen Maße prognostizierbar. Die Darstellung

langfristiger Pensions-prognosen dient der nachhaltigen und transparenten Haushaltsplanung und der Schaffung nachhaltig geordneter Haushalte. Es sollen damit der wirtschaftliche und budgetäre Einfluss absehbarer, gesellschaftlicher Entwicklungen dargestellt werden. Vgl. Art. 13 Abs. 2 B-VG

 

Ein Leasingverhältnis ist definiert als ein Vertrag, bei dem ein Leasinggeber gegen Zahlung eines Entgelts die Nutzungsrechte an einem Vermögenswert für einen vereinbarten Zeitraum dem Leasingnehmer überträgt. Es gibt zwei Arten von Leasingvereinbarungen:

  1.      das Finanzierungsleasing und
  2.      das Operating Leasing.

Line by line: Zur Aufstellung eines konsolidierten Abschlusses werden die Einzelabschlüsse der Muttereinheit  und aller ermittelten Tochtereinheiten herangezogen und ähnliche Positionen wie Vermögen, Schulden, Erträge und Aufwand zusammengefasst.

Liquide Mittel bestehen aus Kassen und Bankguthaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten sowie kurzfristigen Termineinlagen.

Unter dem öffentlichen Schuldenstand/Maastricht Schulden versteht man sämtliche durch den Sektor Staat  bei anderen Sektoren (z.B. Banken und Versicherungen) aufgenommene Schulden. Kassenbestände und Bankguthaben werden nicht gegen die Schulden saldiert. Gemäß dem Konvergenzkriterium des Maastrichter Vertrages beträgt der Schwellenwert 60% des BIP.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, finanzielle Verbindlichkeiten mit Geldmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen.

Der Marktwert ist jener Wert, welcher sich bei einem Verkauf auf einem aktiven Markt erzielen lässt. 

Das Marktrisiko ist das Risiko, das der beizulegende Zeitwert oder künftige Geldzuflüsse oder –abflüsse eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen die drei folgenden Risikotypen: Währungsrisiko, Zinsrisiko und sonstige Preisrisiken.

Der maßgebliche Einfluss ist die Möglichkeit, an der Finanzpolitik und den operativen Tätigkeiten des Tochter-unternehmens teilzunehmen und mitzubestimmen ohne dass eine Kontrolle bzw. Beherrschung  vorliegt. 

Monetäre Vermögenswerte oder Schulden in Fremdwährungen sind solche, die ein Recht oder eine Verpflichtung zur Zahlung in einer Fremdwährung begründen. Dazu gehören liquide Mittel in fremder Währung sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung. Nicht monetäre Vermögenswerte hingegen sind solche, die keinen Anspruch auf Zahlung in fremder Währung begründen. Dazu gehören zB. geleistete Vorauszahlungen, in fremder Währung, in fremder Währung angeschaffte Vorräte, Sachanlagen oder immaterielle Vermögenswerte.

Multi-employer plan: Diese sind Programme zur Altersversorgung mit definierten Beiträgen, ausgenommen staatliche Programme und Sozialversicherungsprogramme.

Ein nahe stehendes Unternehmen wird als solches betrachtet, wenn ein Unternehmen die rechnungslegende Einheit kontrollieren kann, oder zumindest maßgeblichen Einfluss hinsichtlich der finanziellen und operativen Entscheidungen der Einheit geltend machen kann. Auch bei gemeinschaftlicher Kontrolle ist der Einfluss auf finanzielle und operative Entscheidungen einer Einheit meist gegeben.

Nominalwert ist jener Wert mit dem eine Forderung vertraglich vom Schuldner erfüllt werden kann.

Die Nutzungsdauer eines Vermögenswertes kann einerseits definiert werden über die Zeitdauer, in der ein Vermögenswert von der Einheit verwendet wird, und andererseits kann er über die Anzahl der produzierten, genutzten oder ähnlichen Einheiten, die der Vermögenswert der Einheit liefert, beschrieben werden.

 

Unter dem öffentlichen Schuldenstand/ Maastricht Schulden versteht man sämtliche durch den Sektor Staat  bei anderen Sektoren (z.B. Banken und Versicherungen) aufgenommene Schulden zum Periodenabschluss. Kassenbestände und Bankguthaben zum Periodenabschluss werden nicht gegen die Schulden saldiert. Gemäß dem Konvergenzkriterium des Maastrichter Vertrages beträgt der Schwellenwert 60% des BIP.

Unter Operating Leasing versteht man alle Leasinggeschäfte, die nicht als Finanzierungsleasing klassifiziert werden. Der vertraglichen Gestaltung der Vereinbarung kommt weniger Gewicht zu als der wirtschaftlichen Gestalt, da auf die tatsächliche Verteilung von Risiken und Chancen des Vermögenswertes geachtet werden muss.

Eine Option ist ein bedingtes bzw. halbseitig verpflichtendes Termingeschäft, das einem Käufer ein Recht (Call) – keine Verpflichtung – einräumt, einen im voraus vereinbarten Optionsgegenstand, zu einem bereits vereinbarten Preis sowie zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu kaufen oder einem Verkäufer das Recht (Put) einräumt, diesen zu verkaufen.

Eine oder ein Optionsberechtigte/r ist jene Person, die durch ein Optionsgeschäft berechtigt ist, durch einseitige Erklärung Kauf oder Verkauf zu bewirken.

Eine Pauschalwertberichtigung wird für nicht einzelwertberichtigte Forderungen erfasst. Diese wird für die Einheit individuell festgesetzt und hat sich an der Risikosituation hinsichtlich Land, Kundenkreis und Forderungsart zu orientieren.

Periodisierung, Periodenreinheit: Die Zuordnung der Geschäftsfälle erfolgt periodengerecht  für jene Abrechnungsperiode, in welcher diese angefallen sind und  unabhängig vom tatsächlichen Zahlungsfluss.

Das Realisationsprinzip regelt unter Berücksichtigung der Bilanzierungsfähigkeitskriterien den Zeitpunkt der Erfassung von Erträgen.

Rechnungsabschlussstichtage sind zB. der 31. März, der 30. Juni, der 30. September oder der 31. Dezember.

Eine Regressverpflichtung ist ein rechtlicher Rückgriff eines Ersatzpflichtigen auf einen Dritten, der diesem gegenüber zur Haftung verpflichtet ist (Garantieverpflichtung).

Relevanz: Relevante Informationen sind in den Rechnungsabschlüssen zu berücksichtigen. Informationen sind dann relevant, wenn sie für   die Beurteilung vergangener, gegenwärtiger     oder zukünftiger Ereignisse bestätigend oder korrigierend verwendet werden können. Dafür müssen sie rechtzeitig verfügbar sein und die Ermittlung im verhältnismäßigen Aufwand zum Wert stehen.

Der Ressourcenaufwand stellt den Einsatz (Personal) und den Verbrauch (Material) in der Abrechnungsperiode dar.

Unter Rohstoffvorkommen werden sichere und ungeförderte Vorkommen verstanden.

Rückstellungen  werden für Verpflichtungen gebildet, die bereits (vor dem Abschlussstichtag) eingegangen wurden und das Verpflichtungsereignis bereits eingetreten ist oder im Falle von Risikogruppen der Eintritt überwiegend wahrscheinlich ist und deren Höhe verlässlich ermittelbar ist.

Eine rückwirkende Änderung wird hinsichtlich einer Änderung bzw. Korrektur der Bilanzierungsmethoden, im engeren Sinne Transaktionen oder andere Ereignisse, bestimmt. Dabei sollen die geänderten Bilanzierungsmethoden bezogen auf frühere Abrechnungsperioden so angewandt werden, als ob die früheren nie verwendet wurden.

Eine rückwirkende Neudarstellung bezieht sich auf die Korrektur von Ansatz, Bewertung und Ausweis von Positionen in den Rechnungsabschlüssen, als ob ein Fehler in früheren Abrechnungsperioden nie eingetreten wäre.

Der Rückzahlungsbetrag ist jener Betrag, mit dem eine Schuld endgültig getilgt werden kann.

Sachanlagen sind greifbare bzw. materielle Vermögensgegenstände, die  von einer Einheit zum Zweck der Produktion, der Versorgung, der Vermietung oder anderer verwaltenden Tätigkeiten gehalten werden, und die länger als eine Abrechnungsperiode von der Einheit verwendet werden.

Der Stichtagskurs ist der Devisenkassakurs/Devisengeldkurs zum Rechnungsabschlussstichtag. 

Schulden sind gegenwärtige Schuldverhältnisse einer Einheit, die aus bereits eingetretenen Ereignissen resultieren. Die Begleichung der Schuld wird mit einem Ressourcenabfluss der Einheit getilgt.

Ein Segment ist eine abgrenzbare Gruppe von Aktivitäten, für welche es angemessen und sinnvoll erscheint, separate Informationen der Rechnungslegung bereitzustellen.

Sektor Staat: Dabei steht der Gesamtstaat im Zentrum des Interesses, also die Haushalte des Bundes, der Länder, der Gemeinden und der Sozialversicherungen. Darüber hinaus deckt der Sektor Staat auch jene Einheiten ab, die primär mittels Abgaben oder Zuschüssen seitens der öffentlichen Hand finanziert werden.

Als Sicherungsgeschäfte bzw. Hedging bezeichnet man die Absicherung von Vermögens- oder Schuldpositionen sowie zu erwartende Zahlungszuflüsse oder -abflüsse gegen Wert-, Preis- und Zinsänderungen sowie Währungsrisiken. Die Strategie der Absicherung liegt darin, die einem gesicherten Risiko zurechenbaren Änderungen des fair value oder der Cashflows des Grundgeschäfts durch Änderungen des fair value oder der Cashflows des Sicherungsinstruments zu kompensieren.

Sonderposten sind außerordentliche Tätigkeiten einer Einheit, die nur in der Abrechnungsperiode angefallen sind und in der nächsten Abrechnungsperiode wahrscheinlich nicht mehr anfallen werden. Sonderposten können Erträge oder Aufwand sein, die sich klar von den gewöhnlichen Tätigkeiten (operative Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit) unterscheiden. Sie werden der entsprechenden Tätigkeit der Finanzierungsrechnung zugewiesen und in einer eigenen Position am Ende der Ergebnisrechnung klassifiziert.

Sonstige Beteiligungen liegen vor, wenn der Eigentumsanteil der Muttereinheit am Tochterunternehmen kleiner als 20% ist. 

Das sonstige Preisrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Geldzuflüsse oder –abflüsse eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Währungsrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen.

Das Stabilitätsprogramm muss alle erforderlichen Informationen über mittelfristige Haushaltsziele, Haushalts- und Schuldenentwicklung über einen Zeitraum  von mindestens  zwei abgelaufenen Jahren und drei Jahren vorausschauend, budgetäre und strukturpolitische Anpassungs-maßnahmen und das mittelfristige Konjunkturszenario, welches dem projizierten Haushalts- und Schuldenpfad zu Grunde liegt, enthalten.

Ein Stillhalter ist jene Person, die auf Erklärung des Optionsberechtigten zur Erfüllung des Geschäftes verpflichtet ist. 

Tauschgeschäfte entstehen durch Übertragung von Dienstleistungen, Verkauf von Gütern oder der Nutzung von Vermögen der Einheit durch Dritte gegen Entgelt.

Ein Termingeschäft ist ein Vertrag über Lieferung und Abnahme zu einem fest vereinbarten Preis, der erst eine gewisse Zeit nach dem Abschluss erfüllt wird. Dabei kann man zwischen unbedingten bzw. verpflichtenden Termingeschäften, wie zum Beispiel Futures und Forwards (außerbörslich) und bedingten bzw. halbseitig verpflichtenden Termingeschäften (Optionen) unterscheiden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen beinhalten alle Transfers von Ressourcen oder Obligationen zwischen der rechnungslegenden Einheit und nahe stehenden Unternehmen.

Transferleistungen sind Zahlungen ohne Gegenleistung. Dazu gehören laufende Transfers und Kapitaltransfers. 

Eine finanzielle Verbindlichkeit ist eine vertragliche Schuld, liquide Mittel oder andere Vermögenswerte abzugeben oder finanzielle Verbindlichkeiten mit Dritten zu potenziell nachteiligen Bedingungen auszutauschen.

Verbundene Unternehmen sind solche, die zu mehr als 50% im Eigentum der Einheit (Muttereinheit) stehen. Das Tochterunternehmen gilt auch dann als verbundenes Unternehmen, wenn die Muttereinheit zwar nicht die Eigentumsanteile hält, jedoch die Kontrolle über das Tochterunternehmen hat.

Vergleichbarkeit: Die Bewertung, der Ausweis und die Anwendung der Grundsätze der Rechnungslegung sind so darzustellen, dass Vergleiche zwischen Jahresabschlüssen unterschiedlicher Perioden, zwischen Globalbudgets und Untergliederungen und anderen ähnlichen Einrichtungen angestellt werden können. Ähnliche Transaktionen, Geschäftsfälle oder Bedingungen werden in derselben Art und Weise erfasst, sofern sich in den Aufgabenbereichen der Einheiten nicht wesentliche Änderungen ergeben haben.

Als Vergütung des Führungspersonals wird jeder abgeleitete Nutzen verstanden, der direkt oder indirekt auf die leitenden Angestellten der Einheit übertragen wird.

Verlässlichkeit: Die Rechnungsabschlüsse sind auf Basis zuverlässiger Informationen zu erstellen. Zuverlässige Informationen sind frei von wesentlichen Fehlern und Verzerrungen.

Unter Vermögen versteht man kontrollierte Ressourcen einer Einheit, die aus bereits eingetretenen Ereignissen resultieren.

Als Vermögenswerte, die der Veranlagung dienen, gelten Grundstücke und Gebäude, die langfristig zum Zwecke der Wertsteigerung, für eine unbestimmte künftige Nutzung oder im Rahmen einer operativen Leasingvereinbarung  als Leasinggeber gehalten  werden.

Ein Verpflichtungsereignis löst eine bereits eingegangene Verpflichtung unmittelbar aus.

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste entstehen aus der Neueinschätzung von Erfahrungswerten und aus der Änderung von getroffenen Annahmen (z.B. durchschnittliche Lebenserwartung, Zinsstruktur).

Verständlichkeit: Die Information muss so verständlich sein, dass ein sachverständiger Berichtsadressat  die Bedeutung der Inhalte versteht.

Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung stellt die ökonomische Rolle des Staates dar und zeigt dessen Einfluss auf die Produktion, das Einkommen und die Finanzierung der Volkswirtschaft. Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung wird über mehrere Konten geführt.

Als Vorräte werden Vermögenswerte in Form von Bau-, Werk-, Roh-, Hilfs- oder Betriebsstoffen sowie in Form von fertigen oder unfertigen Erzeugnissen erfasst.


Das Währungsrisiko ist das Risiko, das der beizulegende Zeitwert oder künftige Geldzuflüsse oder -abflüsse eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen in den Wechselkursen schwanken.

Ein Währungsswap ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, bei der Tilgung und Zinszahlungen einer Währung in eine andere Währung für einen bestimmten Zeitraum getauscht werden.

Der Wechselkurs ist das Verhältnis zwischen zwei Währungen. In anderen Worten ausgedrückt, ist der Wechselkurs der Preis einer Währung, ausgedrückt in einer anderen Währung.

Die Wechselkursdifferenz ist der Unterschied zwischen Fremdwährung und funktionaler Währung zu unterschiedlichen Wechselkursen bei gleich bleibender Menge. 

Wertaufhellende Tatbestände sind solche, die den Wert eines Aktivums oder Passivums am Rechnungsabschlussstichtag erhellen.

Durch Wertaufholung werden außerplanmäßige Abschreibungen (Wertminderungen) der Vergangenheit rückgängig gemacht, wenn der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen ist.

Eine Wertminderung (außerplanmäßige Abschreibung) ist ein zukünftiger Abgang bzw. Aufwand, der den Wert eines Vermögenswertes mindert. Die Wertminderung kann als zusätzliches Instrument neben der systematischen Abschreibung betrachtet werden.

Wesentlichkeit: Maßstab für die Wesentlichkeit ist, ob durch eine Falschaussage oder Nichtangabe das Urteil eines sachverständigen Adressaten des Rechnungsabschlusses beeinflusst würde. Die Beurteilung unsicherer Sachverhalte hat mit angemessener Bedachtnahme auf die Unsicherheit zu erfolgen. Wesentliche Positionen der Größe und der Natur nach sind gesondert auszuweisen. Nicht-wesentliche Positionen sind zusammenzufassen.

Wesentliche Ertragschancen sind die Möglichkeit, Entgelte zu erzielen. 

Wesentliches Risiko ist die Möglichkeit von Verlusten in Bezug auf Leerlaufzeiten, auf technologische Veralterungen oder auf veränderte wirtschaftliche Bedingungen.

Wiederherstellungskosten sind jene Kosten, die eine Einheit in Kauf nehmen müsste, um den Vermögenswert am Rechnungsabschlussstichtag zu akquirieren.

Wirtschaftliche Betrachtungsweise: Die Beurteilung des Sachverhaltes erfolgt primär nicht nach seiner rechtlichen Gestaltung, sondern nach seinen wirtschaftlichen Auswirkungen.

Wirtschaftlicher Eigentümer ist derjenige, der während der gesamten Nutzungsdauer des Vermögenswertes die wirtschaftlich relevanten Rechte (die Rechte zur Nutzung und Verwertung) ausüben kann.

Eine Wirtschaftseinheit besteht aus mehreren Einheiten, zumindest aus einem Tochterunternehmen und einer Muttereinheit.


Das Zinsrisiko ist das Risiko, das der beizulegende Zeitwert oder künftige Geldzuflüsse oder –abflüsse eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Ein Zinsswap ist eine Vereinbarung zwischen zwei Parteien, bei der unterschiedliche vereinbarte Zinszahlungen (fix oder variabel) über einen bestimmten Zeitraum getauscht werden.

Der zukünftige wirtschaftliche Nutzen eines Vermögenswertes ist gegeben, wenn er direkt oder indirekt zum Zufluss an liquiden Mitteln der Einheit beiträgt.

Zusammengesetzte Finanzinstrumente, die sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalelemente enthalten, sind mit ihren Bestandteilen in Eigenmittel und Schulden zu trennen.  Es ist zuerst die Schuldenkomponente und dann die Eigenkapitalkomponente zu bewerten.

Zuverlässige Informationen sind frei von wesentlichen Fehlern und Verzerrungen.

Zweckgebundene Mittel sind Einnahmen (Zufluss an liquiden Mitteln), welche auf Grund eines Bundesgesetzes nur für bestimmte Zwecke zu verwenden sind.

Gründe für zweifelhafte Forderungen sind unter anderem:

  •      mehrmalige und erfolglose Mahnungen des Schuldners,
  •      Zahlungseinstellung (-stopp) des Schuldners oder
  •      Eröffnung von Ausgleichs- und Konkursverfahren.
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© Dipl. oec. Anke Wittig